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[Goshindo Trainingsaufbau] [Geschichte des Goshindo]
[Kurzbeschreibungen anderer Kampfsportarten]

Trainingsmethode

Rein formal ist Goshindo eine Stilrichtung des Jiu-Jitsu. Um das Wesen des Goshindo zu erfassen, ist es aber hilfreich, es den traditionellen Jiu-Jitsu Stilen gegenüber zu stellen, welche in Österreich eine lange Tradition haben.

Kernpunkte des Goshindo sind die Stabilität der Position sowie die aktive Verteidigung, das Hineingehen in den Angriff, wodurch schon zu Beginn des Kampfes die Kontrolle über den Gegner erlangt werden soll.

Im Gegensatz zu den kurzen Techniken des traditionellen Jiu-Jitsu, die sich oft nur auf die Verteidigung und eine rasche Abfertigung des Gegners beschränken, werden im Goshindo großteils auch längere Kombinationen trainiert. Dadurch wird einerseits ein Bewegungsgefühl vermittelt, das bei kurzen, hektischen Aktionen nicht gewonnen werden kann, und anderseits auch die Flexibilität bei der Anwendung der unterschiedlichen Technik erhöht.
Generell steht im Gegensatz zu einigen statischen Stilen die Dynamik des Kampfes im Vordergrund. Ziel ist es, bis zur Endphase des Kampfes ständig in Bewegung zu bleiben und auf unvorhergesehene Bewegungen des Gegners oder auf eigene Fehler schnell und effektiv reagieren zu können.

Goshindo versteht sich als offenes System. Jede Technik, die für den einzelnen geeignet ist und die funktioniert, kann in das persönliche Repertoire aufgenommen werden. So entwickelt, aufbauend auf einer gemeinsamen Basis, jeder im Laufe der Zeit sein eigenes Goshindo, das aus Techniken besteht, die seinen körperlichen Voraussetzungen und Möglichkeiten und seinen persönlichen technischen Vorlieben entgegenkommen.
Goshindo enthält viele Elemente, die im traditionellen Jiu-Jitsu etwas vernachlässigt werden. So finden sich im Bodenkampf Elemente aus dem Ringen und Sambo genauso wie adaptierte Schlagtechniken für die Bodenarbeit. Verteidigungen in kniender Position, auf die in anderen Stilen nicht sehr viel Wert gelegt wird, sind ebenso enthalten wie Techniken im Stand und Sprungtechniken.

Elemente aus dem Goshindo - Rotation

Die Rotation besteht aus Außen- und Innenrotation und stellt eine der Kerntrainingsmethoden des Goshindo dar.
Einerseits dient sie als Übung für sich der Bewegungsschulung. Man erlernt das wichtige Zusammenspiel von stabilen Positionen, fließenden, oft tänzerisch wirkenden Bewegungen und schnell ausgeführten, aggressiven Elementen (zum Beispiel Kicks).

Die Rotation hat außerdem eine Wegweiserfunktion für die technische Arbeit im Goshindo. Weil man sich bei dieser Grundbewegung rund um den Angreifer bewegt und alle möglichen Positionen (einer Konfrontation im Stand) durchläuft, kann sie als Ausgangspunkt für alle Folgetechniken dienen.

Man kann sich den Bereich der Techniken des Goshindo als Sonne vorstellen, deren Zentrum die Rotation ist. Die einzelnen Strahlen, die von diesem Zentrum ausgehen, stellen die verschiedenen Bewegungsrichtungen dar, in die man im Laufe des Kämpfens bzw. Übens gehen kann.
Eins der Hauptziele ist es nun, für alle diese Richtungen ein Repertoire an Techniken zu besitzen, so dass man auf Veränderungen der Situation (zum Beispiel Uke reagiert anders als erwartet oder das gefürchtete Black Out bei Prüfungen) flexibel reagieren und die Technik in eine andere Richtung lenken kann.

Die Rotation in ihrer Gesamtform versteht sich daher als Trainingsmethode. In einem tatsächlichen Konflikt tanzt der Goshindoka nicht um den Gegner herum, sondern setzt kurze und effektive Techniken ein. Er versucht den Kampf mit minimalem Kraft- und Bewegungsaufwand zu beenden. Durch das Üben längerer Kombinationen im Training ist er im Ernstfall in der Lage, seine Verteidigungstechnik rasch an Veränderungen anzupassen.

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Goshindo

Goshindo - “Der Weg, den Körper zu schützen” ist ein Resultat der Verschmelzung mehrerer Jiu Jitsu Stile (Schulen), im speziellen Hakko-Ryu Jiu Jitsu und Dayto-Ryu Jiu Jitsu.

Kreiert wurde es in Frankreich in den 1970er Jahren von dem Japaner DOGANE Sensei, der in Paris als Kampfkunstlehrer tätig war. Einer seiner Schüler, Roland MAROTEAUX, der zu dieser Zeit auch Judo, Karate und Aikido unterrichtete, reiste nach Japan, um seine Kenntnisse in den Kampfkünsten zu vervollkommnen.

Nach seiner Rückkehr aus Japan gelang es MAROTAUX, Goshindo als neue Disziplin in Frankreich zu etablieren. 1975 wurde der französische Goshindo Verband gegründet, erster Präsident war Daniel BEUTLER, Alain SAILLY fungierte als nationaler technischer Direktor.

Das ursprüngliche Goshindo unterschied sich in seiner Form deutlich von der heute bekannten Stilrichtung. Als Verbindung von Hakko-Ryu und Daito-Ryu ähnelte es sehr stark diesen traditionellen, auf kurzen Techniken aufbauenden und daher statisch wirkenden Jiu-Jitsu Stilen.

Nach und nach wurden neue Techniken sowie Elemente anderer Stile (Karate, Judo, Sambo, Ringen…) ins Goshindo integriert. Als Resultat dieses ständig andauernden Weiterentwicklungsprozesses umfasst das heutige Goshindo, welches in vielen Ländern der Welt unterrichtet und trainiert wird, eine Vielzahl an Techniken, Bewegungselementen sowie Unterrichts- und Trainingsmethoden.

Der GJJVÖ ist die offizielle Vertretung der Stilrichtung Goshindo in Österreich und als Sektion des JJVÖ in der Österreichischen Bundessportorganisation verankert.

Die Technische Kommission des GJJVÖ umfasst die höchsten Goshindo Danträger in Österreich und ist berechtigt, offiziell anerkannte Prüfungen durchzuführen.

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Kurzbeschreibungen

[Jiu Jitsu] [Karate] [Aikido] [Taekwondo] [Judo] [Taiji]

Jiu Jitsu
Jiu-Jitsu ist eine der ältesten Kampfsportarten Japans, die seit ca. 100 Jahren auch in Europa unterrichtet wird. Diese Selbstverteidigungskunst, die unter anderem auch während der polizeilichen Ausbildung gelehrt wird, zielt in erster Linie darauf ab, alle denkbaren Angriffe abzuwehren. Dabei werden die erlernten Verteidigungstechniken instinktiv und situationsbedingt möglichst so eingesetzt, dass man die Kontrolle über den Angreifer erlangt, ohne diesen ernsthaft zu verletzen. Technisch betrachtet ist Jiu-Jitsu ein System von Griffen und Schlägen mit den Verhaltensgrundsätzen des Siegens durch Nachgeben und der Maximierung der Wirkung bei Minimierung der aufgewandten Kraft. Immer mehr Frauen erlernen Jiu-Jitsu, um sich im Ernstfall verteidigen zu können. oben

Karate
Bei dieser Kampfsportart gibt es zahlreiche Stilrichtungen, da viele Karatemeister aus Japan dem Sport ihren eigenen Stempel aufdrücken wollten. Entstanden ist Karate im 16. Jahrhundert, als die Chinesen die japanische Insel Okinawa besetzten und den Einwohnern jeglichen Besitz von Waffen untersagten. Diese erfanden daraufhin Karate, bei dem Arme und Beine gezielt auf die lebensgefährlichen Körperstellen des Gegners angesetzt werden. Karate ist nicht eine reine Selbstverteidigungskunst. Auch Angriffe werden bei dieser Kampftechnik einstudiert. Es gilt, die geistige und körperliche Kraft auf ein Ziel zu fixieren. Dabei werden Kräfte freigesetzt, über die man unter normalen Umständen nicht verfügt. So können beispielsweise geübte Karateschüler mit Selbstbeherrschung und Konzentration durch gezielte Faust- oder Fußstöße  Bretter, Ziegelsteine oder ähnliche Gegenstände entzweien. oben

Aikido
Bei der japanischen Kampfkunst Aikido spielt die Körperkraft eine untergeordnete Rolle und ist somit eine Selbstverteidigungsform, die für Männer und Frauen gleichermaßen geeignet ist. Dabei geht es vorwiegend darum, die Kraft des Angreifers in eine Hebel- und Wurftechnik umzuwandeln, die auf den Kontrahenten zurückgeführt wird. Ziel von Aikido ist, sich von Ängsten und Aggressionen zu befreien, sowie das ganzheitliche Denken und Handeln zu fördern. oben

Taekwondo
Wie es der Name bereits andeutet (frei übersetzt =>Tae: treten mit Füßen; Kwon: schlagen mit Händen;
Do: Weg / geistige Kraft), geht es bei dieser Kampfsportart um die Koordination von Kopf und Körper.
Beim Taekwondo, auch koreanisches Karate genannt, werden äußerst harte Handkantenschläge sowie Fußtritte eingesetzt. Hohe Aufmerksamkeit sowie Schutzwesten werden empfohlen, um Verletzungen vorzubeugen. oben

Judo
Als Gründer des modernen Judo wird der 1860 geborene Kano Jigoro bezeichnet. Er verfolgte das Ziel, eine Harmonie von Körper und Geist zu erreichen. Als Basis nutzte er seine Kenntnisse aus dem Jiu-Jitsu. Mittlerweile gehört Judo in der westlichen Welt zu den bekanntesten asiatischen Kampfsportarten und ist bereits seit 1964 olympisch. Judo heißt soviel wie sanfter Weg, was bereits andeutet, dass es sich hierbei um eine der ungefährlicheren Kampfsportarten handelt, die der Kräftigung und Konzentration des Kämpfenden selbst dient. oben

Taiji
Zweifelsfrei zu den "ruhigeren" Sportarten zählen die vom chinesischen Kung Fu abgeleiteten Techniken des Taiji, Wushu und Qigong. Während Wushu, das nach der "DAO-Methode" gelehrt wird, und Qigong sich eher auf die mentale Ebene (Yin Yang, Dao-Philosophie, Chinesische Medizin und Massage) beschränken, wurde Taiji als subtile Kampfkunst zum Schutz gegen Feinde von außen, wie auch zur Stärkung und Gesundung des eigenen Selbst nach innen entwickelt. Im Westen oft auch als Schattenboxen bezeichnet, wird Taiji heute weniger zur Selbstverteidigung, sondern mehr als meditative Bewegung zur ganzheitlichen Erfahrung von Körper und Geist geübt. oben

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Kanji: Women Defencesport Society

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