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Sicherheitstipps

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Stärke ist nicht eine Frage der Größe und Mut ist die beste Verteidigung!

8 bis 9 von 10 (Trieb)Tätern lassen bei Gegenwehr vom Opfer ab, wenn dieses aktiv ist und dies auch nicht zuletzt durch seine Körperhaltung signalisiert.
Aggressoren/Täter suchen immer "leichte Opfer" und rechnen nicht damit, dass man sich richtig wehrt.

Geben Sie körpersprachlich (aufrechter Kopf, zurückgezogene Schultern, sicheres Auftreten), wenn nötig auch mit Worten laut und energisch zu verstehen, dass Sie sich nicht alles gefallen lassen.
In jedem Fall dürfen Sie sich gegen Belästigungen, An- und Übergriffe wehren (Notwehrrecht § 3 StGB), Hemmungen sind jetzt fehl am Platz die Abwehr muss jedoch angemessen sein (z.B. nicht eine Flasche über den Kopf ziehen, wenn man gestupst wird). Jeder hat Arme, Ellenbogen, Beine und Kopf mit denen er schlagen, kratzen, treten, spucken, beißen ... kann und jeder Täter hat empfindliche Körperteile (z.B. Kehlkopf, Augen, Hals, Hoden) an denen er verletzbar ist.

Von großem Nutzen ist das Erlernen von Selbstverteidigungsgriffen und Schlagtechniken im Rahmen speziell auf Frauen und Mädchen ausgerichteter Kurse. Durch das regelmäßige Üben und Wiederholen taktischer Verteidigungsmanöver wächst auch das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten zur Selbstverteidigung.
Wichtig dabei ist es, im Freundeskreis nicht mit diesen Kenntnissen zu prahlen, um Provokationen zu vermeiden.

Strategien für den Selbstschutz

Gefahrenmomente erkennen! Neben der aufmerksamen Beobachtung der Umgebung, gilt es v. a. auch potentiell gefährliche Situationen zu vermeiden, z. B.: Den Schlüssel nicht erst vor dem Haustor suchen, sondern schon vorbereitet haben (eignet sich auch als Waffe) und vor dem Aufsperren mit einem Blick über die Schulter prüfen, ob jemand hinter Ihnen steht.

EXPERTEN-TIPPS:

  • Kreuzen Sie bei vermuteter Verfolgung die Straße in einem 90-Grad-Winkel. Halten Sie nach beleuchteten Hauseingängen Ausschau, gehen Sie zielstrebig auf ein Gebäude zu und läuten.
  • Gehen Sie immer in die Richtung, wo Menschen sind. Steuern Sie nicht Ihre eigene Wohung an, wenn Sie hierbei abgelegene Örtlichkeiten passieren müssen.
  • Sprechen Sie Frauen an, die ebenfalls alleine in Ihre Richtung gehen und setzen Sie ihren Weg gemeinsam fort.
  • Sollte die Bedrohung und Verfolgung konkret werden, rufen Sie laut um Hilfe. Sprechen Sie mögliche andere Personen direkt an: "Sie, mit dem Polo-Hemd, helfen Sie mir." Appellieren Sie laut und deutlich an umstehende Personen.


Zur Notwehr können Sie sich mit Gegenständen des Alltags behelfen, z. B. mit

* Schlüssel, Kugelschreiber (zum Stechen)
* Regenschirm (zum Stoßen)
* Handtasche oder Fotokamera (am Tragriemen geschleudert zum Schlagen verwenden)
* Becher mit (heißen) Getränken (in das Gesicht, in die Augen schütten)

Vertrauen Sie bei der Einschätzung einer Gefahrenquelle auf Ihr Gefühl, Ihre "Innere Stimme".
Bei aller Vorsicht kann es trotzdem passieren, dass man in eine gefährliche Situation gerät, dann heißt es schnell und richtig zu handeln.
Flucht ist die uns - wie auch den Tieren - angeborene und beste Reaktion. Falls in der gegebenen Situation die Flucht nicht sofort möglich ist, gilt es zunächst auf Distanz zu gehen.
"Nein" sagen, Hilfe suchen, laut um Hilfe rufen, aktiv sein und sich wehren sind die besten Strategien den Täter aus dem Konzept zu bringen und sich selbst "uninteressant" zu machen.

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